Heißbrandausbildung im holzbefeuerten Brandcontainer
Am Samstag, den 26.09.26 machte sich eine achtköpfige Gruppe der Feuerwehr Feucht gemeinsam mit ihrem Leiter Atemschutz bereits früh am Morgen auf den Weg in Richtung Oberhausen bei Neuburg an der Donau. Ziel war die Feuerwehrschule Feurex, wo eine Heißbrandausbildung in einem mit Echtholz befeuerten Brandcontainer auf dem Programm stand.

Nach der Ankunft wurden zunächst die Pressluftatmer sowie die persönliche Schutzausrüstung vorbereitet. Anschließend teilten sich die insgesamt acht Teilnehmerinnen und Teilnehmer in zwei Dreiertrupps und einen Zweiertrupp auf.
Nach einer kurzen Einweisung durch die Ausbilderinnen und Ausbilder in den Aufbau und die Besonderheiten der Anlage ging der erste Trupp in den Brandcontainer.

Im ersten Teil der Ausbildung galt es, unter Nullsicht einen vorbereiteten Parcours zu bewältigen. Anschließend ging es in den zweiten Raum. Dort wurde zunächst eine Orientierungsübung durchgeführt, bevor das systematische Absuchen eines Zimmers trainiert wurde.
Danach wurde es heiß: Im dritten und letzten Raum wartete der eigentliche Brandherd auf die Teilnehmer. Dieser bestand aus mehreren Europaletten und sorgte für Temperaturen von über 200 Grad. Die Ausbilder erklärten zunächst verschiedene Möglichkeiten zur effektiven Brandbekämpfung und vermittelten dabei die richtige Löschtechnik.
Anschließend erfolgte der Rückzug in den ersten Containerbereich. Da bei den Teilnehmern noch ausreichend Atemluft vorhanden war, wurde der Parcours erneut bewältigt, bevor es ein weiteres Mal in den Brandraum ging. Nun waren die Feuerwehrfrauen und -männer selbst gefordert: Unter Anwendung der zuvor vermittelten Löschtaktik galt es, den Brand eigenständig zu bekämpfen.


Zum Abschluss demonstrierten die Ausbilder noch die Auswirkungen einer falschen Löschtechnik. Dabei wurde eindrucksvoll gezeigt, wie sich der Raum durch den entstehenden Wasserdampf innerhalb weniger Sekunden extrem aufheizen kann.
Nach diesem Durchgang war der praktische Teil der Ausbildung beendet. Anschließend zeigten die Ausbilder noch das richtige Ablegen der persönlichen Schutzausrüstung. Ziel war es dabei, eine möglichst geringe Kontamination der eigenen Person zu erreichen.

Nach einem anstrengenden, aber äußerst lehrreichen Ausbildungstag machten sich die Feuerwehrler wieder auf den rund eineinhalbstündigen Rückweg zum Gerätehaus.
Für die Kollegen der Kleiderkammer und der Atemschutzwerkstatt war der Tag damit allerdings noch nicht beendet. In den folgenden Stunden stand noch einiges an Arbeit an, um die eingesetzte Ausrüstung wieder aufzubereiten und für den nächsten Einsatz bereitzustellen.
Ein herzlicher Dank gilt den Ausbilderinnen und Ausbildern der Feuerwehrschule Feurex für die intensive und praxisnahe Ausbildung.

