Home Pfeil Reports Pfeil Report

 Tag der offen Tür 2011

zurück

Auch in diesen Jahr lud die Freiwillige Feuerwehr Markt Feucht zu einem Tag der offenen Tür ein. Nach verregneten und kalten Tagen zeigte sich Petrus am Samstag wieder einmal wohl gesonnen und bescherte den Feuchtern einen herrlich warmen und sonnigen Spätsommertag.

Den vielen hundert Besuchern wurde einiges geboten. Neben der Besichtigung des Gerätehauses fanden vor allem die Ausrüstung, und hier speziell die Fahrzeuge, viel Interesse.

Mit acht Fahrzeugen und mehreren Anhängern ist die Feuchter Feuerwehr gut gerüstet, um bei jeglichen Notlagen Hilfe leisten zu können. Dass Fahrzeuge und Ausrüstung allesamt bei Einsätzen dringend gebraucht werden, zeigte einmal mehr die große Bilderausstellung, in der die Arbeit der Feuerwehrleute dokumentiert wurde. Die Aktiven rücken jährlich zu 80 - 120 Einsätzen aus, egal ob bei Tag oder Nacht, bei Regen, Schnee oder brütender Hitze. Einsatzgebiete sind dabei nicht nur das Ortsgebiet Feucht, sondern auch angrenzende Land- und Bundesstraßen, Bahnstrecken, Waldflächen und Autobahnen. Das Ganze natürlich ehrenamtlich und ohne Aufwandsentschädigung oder Bezahlung.

Die bei den Einsätzen verwendete Schutzkleidung und Spezialausrüstung wurde an Puppen dargestellt. So mancher Besucher staunte, welch umfangreiche und schwere Ausrüstung ein Feuerwehrmann beispielsweise bei einem Brandeinsatz tragen muss.

Der Feuchter Feuerwehr liegt die Sicherheit ihrer Bürger sehr am Herzen und so informierten die Aktiven an einem Infostand ausführlich über die richtige Verwendung von Rauchmeldern und deren Funktion anhand praxisnaher Beispiele. Speziell diese kleinen und preisgünstigen Geräte sind noch in viel zu wenigen Haushalten vorhanden. Ein paar Handgriffe genügen und die Bewohner können sicher sein, bei einem Brand rasch geweckt zu werden. Viel Schlimmeres kann dadurch verhindert werden. Und so wird auch die Feuerwehr nicht müde, stets darauf hinzuweisen, dass die meisten Menschen bei einem Brand nicht aufgrund des Feuers sterben, sondern wegen der sich ausbreitenden Rauchgase, die im Schlaf nicht bemerkt werden.

Speziell die Feuchter Wehr hat immer wieder Einsätze bei Verkehrsunfällen zu bewältigen, bei denen es gilt, eingeklemmte Personen möglich schonend und schnell zu befreien. Karosseriestrukturen, Sensorik und Pyrotechnik von Airbags und Gurtstraffern werden jedoch immer komplexer. Was gut für die Sicherheit der Insassen ist, wird für Rettungsdienste, welche die Insassen teilweise unter Einsatz schweren Geräts aus dem Fahrzeug befreien müssen, eine immer größere Hürde. Für Verletzte zählt jede Minute, um nach einer Erstversorgung möglichst schnell ins Krankenhaus zu kommen. An welcher Stelle der Karosserie Spreizer und Schere anzusetzen sind, welche Vorsichtsmaßnahmen nötig werden, um Airbags nicht nachträglich auslösen zu lassen, dies ist den Rettern aufgrund der Vielzahl neuer und alter Fahrzeugtypen nicht immer bekannt. Bislang jedenfalls nicht - in Zukunft könnte die vom ADAC und VDA (Verband der Automobilindustrie) entworfene "Rettungskarte" Probleme deutlich reduzieren und damit die Rettungszeiten verkürzen. Die erstellte Karte enthält alle bergungsrelevanten Informationen zum Fahrzeug und sollte hinter der Fahrersonnenblende mitgeführt werden. Im Falle eines Unfalls kann die Feuerwehr darauf zurückgreifen und hat so die Möglichkeit, die eventuell verletzten Insassen zügig, schonend und gefahrlos zu befreien. Um der Bevölkerung dieses sinnvolle System näher zu bringen, gab es am Infostand der Feuchter Wehr die Möglichkeit, sich die Karte für sein Fahrzeug kostenlos ausdrucken zu lassen.

Die traditionelle Schauübung der Aktiven widmete sich diesmal dem Thema „Retten und Selbstretten aus Höhen und Tiefen“. Hierzu zeigte ein Feuerwehrmann, wie sich z.B. ein Atemschutzträger bei Gefahr selbst mit einer Rettungsleine aus einem Gebäude abseilen kann. Für die Rettung von Personen aus oberen Stockwerken oder tiefen Gruben, hält die Feuchter Wehr spezielle Ausrüstung wie Sprungretter, Flaschenzug und Schleifkorbtrage bereit. Auch diese Geräte wurden anschaulich demonstriert.

Damit die Feuerwehr auch in Zukunft keine Nachwuchsschwierigkeiten hat, wird großer Wert auf eine starke Jugendarbeit gelegt. Jugendliche ab dem 12. Lebensjahr können der Feuerwehr beitreten und lernen hierbei alles Notwendige, um später aktiv Einsatzdienst leisten zu können. Trotz der vielen Ausbildung kommt natürlich auch das Vergnügen nicht zu kurz. Dies konnte man anhand von Bildertafeln, beispielsweise vom letzten Zeltlager, sehen. Traditionell bot die Jugendfeuerwehr auch wieder lustige Spiele für die kleinen Besucher an. Die Stände waren den ganzen Tag über gut besucht.

Aber auch älterer Nachwuchs wird bei der Feuchter Wehr dringend gebraucht. Interessierte Besucher konnten sich die Vorteile einer Mitgliedschaft als aktiver Feuerwehrmann bzw. aktive Feuerwehrfrau oder als förderndes Mitglied an einem Infostand erläutern lassen.

Weitere Attraktionen des Tages für die kleinen Gäste waren die Hüpfburg und das Kinderschminken.

Bei Einsätzen arbeitet eine Feuerwehr natürlich nicht alleine. Die Zusammenarbeit mit BRK, Wasserwacht und Polizei wird groß geschrieben und funktioniert im Feuchter Bereich seit Jahrzehnten hervorragend. Daher ist es eine Selbstverständlichkeit, dass auch diese Organisationen beim Tag der offenen Tür der Feuerwehr ihren festen Platz haben. Alle Informationen der Beteiligten fanden bei den Besuchern ebenfalls reges Interesse.

Die Feuchter Firma „Augenoptik Anderla“ führte Sehtests durch.

Was wäre so ein Tag ohne Gaumenfreuden: Gegrilltes, Eintopf, Pommes, Spießbraten und einiges mehr sowie Kaffee und das riesige Kuchenbuffet wurden angeboten, und auch für die Durstigen war wieder bestens gesorgt.

Am Ende dieses Tages waren alle zufrieden: Die Besucher hatten einen interessanten und gelungenen Tag erlebt und die Mitglieder der Feuchter Feuerwehr die Gewißheit, den Bürgern einen Teil ihrer freiwilligen und ehrenamtlichen Arbeit näher gebracht zu haben.

Die Freiwillige Feuerwehr Markt Feucht bedankt sich bei allen Besuchern für ihr Kommen und das rege Interesse.

Bericht: FF Markt Feucht
Bilder: FF Markt Feuch
zurück